Wenn Sie noch bessere Referate halten möchten, die nächste Prüfung gut überstehen oder sich erfolgreich auf Ihren ersten Job bewerben wollen - hier finden Sie nützliche Tipps und Literaturhinweise. Nichts wie ran!
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Schreiben
Free Writing – freies assoziatives Schreiben
Free Writing bedeutet, frei von jeder Themenvorgabe einfach draufloszuschreiben.
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Übung
Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift, und schreiben Sie nach einem Startzeichen vier Minuten lang einfach drauflos. Schreiben Sie ohne Halt. Schreiben Sie das, was Ihnen einfällt, was Sie wahrnehmen oder spüren – alles, was Ihnen in den Sinn kommt. Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, dann schreiben Sie eben darüber. Bleiben Sie im Schreibfluss. Es kommt nicht auf das Ergebnis an, sondern nur auf den Prozess des Schreibens.
Was ist bei Ihnen herausgekommen? Ein Text, den man sogar lesen kann? Vielleicht ein Kurzbericht über Ihre Arbeitslaune oder Ihre Arbeitssituation? Ein paar skeptische Gedanken zum Thema kreatives Schreiben? Oder haben Sie einfach nur momentane Sinneseindrücke festgehalten, wie zum Beispiel den Anblick der Birkenzweige vor Ihrem Fenster, den Sonnenschein auf dem Hausdach gegenüber, den Wunsch nach draußen zu gehen und so weiter? Wie auch immer – Sie werden festgestellt haben: Es geht tatsächlich. Man kann einfach schreiben. Man hat ständig eine ganze Menge an Eindrücken, Gedanken und Assoziationen im Kopf, sodass man über tausenderlei Dinge schreiben könnte.
Es kommt höchst selten vor, dass am Ende nur sinnlose Silben oder unzusammenhängende Worte auf dem Papier stehen. Meist kommt ein Geflecht von Gedanken heraus, manchmal sogar mit Tief- und Hintersinn. In meinen Kursen wurden als Ergebnis dieser kleinen Übung erstaunlich interessante Texte vorgelesen.
Wirkung
Die Hauptfunktion dieser Übung besteht darin, dass Sie sich frei schreiben, beziehungsweise darin, dass Ihr Schreibprozess in Gang kommt. Die Übung verführt zum Schreiben, auch wenn man gar keine Lust dazu verspürt. Sie ist hervorragend dazu geeignet, Kontakt zu einem Thema aufzubauen, zu dem man bisher noch gar keinen Bezug hatte, oder einem eine Sache wesentlich klarer werden zu lassen. Erwarten Sie jedoch nicht, dass Sie dabei gleich einen großartigen Text verfassen. Es kommt auf den Prozess selbst an, nicht auf das Ergebnis. Ziel ist, dass Sie Ihre Schreibkraft stärken. Manchmal werden Sie außerdem mit brauchbaren Einfällen belohnt.
aus: Der Weg zum Doktortitel -
Reden und Präsentieren
Die mündliche Präsentation üben
Wenn das Referat rechtzeitig steht, dann haben Sie den Vorteil, dass Sie es schon einmal proben können, entweder vor dem Spiegel, mit laufendem Aufzeichnungsgerät und/oder vor einer Person oder mehren Personen.
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Die folgenden Kategorien sind bei der Beurteilung der Wirkung nützlich:
(1) Denkstil:
Damit ist gemeint
- die äußere Übersichtlichkeit (Gliederung), also klare Unterteilung in verschiedene Abschnitte und
- die innere Folgerichtigkeit (Ordnung), also klarer sachlogischer und psychologischer Aufbau.
(2) Sprachstil:
Hier geht es um
- die Wortwahl (Genauigkeit, Verständlichkeit, Erklärung von Fachausdrücken und Fremdwörtern) und
- der Satzaufbau (einfach, kurz, anschaulich, klar).
(3) Sprechstil:
Darunter fallen
- Stimme, Satzmelodie
- Lautstärke, Betonung
- Geschwindigkeit, Pausen
- Deutlichkeit.
(4) Schauform
Hierher gehören
- Mimik (Blickkontakt)
- Gestik (natürliche, den Text unterstreichende Bewegungen)
- Haltung (Lockerheit),
- angemessene Kleidung – darauf kommt es bei einer Bewerbung oder einem großen öffentlichen Auftritt auch an.
Ihre Probezuhörer können darauf achten, was ihnen während Ihres Vortrags zu den vier Bereichen einfällt, und sich dazu Notizen machen.
Es ist durchaus nicht so, dass Sie alle Anregungen aufgreifen müssen, sondern Sie bestimmen, was zu Ihnen passt, womit Sie sich gut fühlen – authentisch muss es sein.
Mit diesem Vorgehen können Sie inhaltliche Schwächen, Unklarheiten, unscharfe Formulierungen sowie eigene Unsicherheiten erkennen und ausmerzen.
(gekürzte Fassung)
aus: Raus mit der Sprache -
Prüfungen bestehen
Die mündliche Prüfung
-Verbieten Sie sich jeden Gedanken an das, was Sie nicht gelernt haben. Suchen Sie den Kontakt zum Thema, indem Sie sich bewusst machen, was Sie können.
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-Denken Sie nicht an Einzelheiten des Themas, sondern an seine Struktur, an Ihre Gliederung oder die verschiedenen Kapitel, in denen Sie sich auskennen.
-Stellen Sie sich darauf ein, mit Ihrem Prüfer in Kontakt zu treten.
-Prüfungsängste lassen sich leider nicht einsperren und kontrollieren. Bis zuletzt stacheln sie unsere Fantasien zu Höchstleistungen an. Damit Sie aus dem Teufelskreis, der eigenen Horrorfantasien herausfinden, kann es Ihnen vielleicht helfen, wenn Sie anfangen, zwischen den Fragen zu unterscheiden: „Was kann alles passieren?“ und: „Was wird alles passieren?“
-Manche Prüfer machen es sich mit dem Einstieg leicht und überlassen dem Prüfling das Feld. Perfekt wäre es jetzt, wenn Sie den ersten Satz Ihres Einstiegs bereits auf der Zunge hätten. Wäre also nicht verkehrt, sich darauf vorzubereiten.
-Stures Auswendiglernen steigert die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Denn es besteht die Gefahr, dass Sie mit Ihrem Sermon sowohl Prüfer als auch Beisitzer furchtbar langweilen. Um nicht einzuschlafen, werden sie aktiv. Das könnte Sie rasch vor ein Problem stellen: Die schlimmsten aller Prüfungsfragen sind nämlich die beliebigen, die nichts mit dem aktuellen Gesprächskontext zu tun haben.
-Wenn nach dem Einstieg ein echtes Gespräch zustande gekommen ist, sind Prüfer und Prüfling voll bei der Sache – beim Thema. Dann wird die Prüfung auch gelingen.
Wenn Sie die Gelegenheit bekommen, Ihr Thema gleich zu Beginn der Prüfung zu beschreiben, sollten Sie ihren Zuhörern zunächst mitteilen, was diese sonst noch alles erwartet.
-Wenn eine Prüfung hektisch wird, hat der Prüfling oft seinen Anteil dazu beigetragen. In einer Prüfungssituation können zwischen Frage und Antwort bis zu sieben Sekunden Gesprächspause liegen, ohne dass diese als Störung oder gar Hemmung empfunden wird.
Es schadet meist auch nicht, wenn Sie laut nachdenken und Ihren Denkprozess transparent machen. So kann der Prüfer Ihre Herleitung mit verfolgen.
-Wenn Sei eine Frage nicht beantworten können, haben Sie prinzipiell zwei Möglichkeiten: Entweder Sie fragen nach, ob der Prüfer sie Ihnen nochmal erläutern kann oder Sie gestehen die Lücke ein.
-Wenn es zu einem Blackout kommen sollte, ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Versuchen Sie, den Kontakt zum Prüfer erneut aufzubauen. Teilen Sie ihm mit, wo es gerade bei Ihnen hakt. Dann kann er Ihnen helfen, wieder ins Thema zurück zu finden.
-Wenn Sie mit einem geübten Prüfer zu tun haben, können Sie sich darauf verlassen, dass er die Zeit im Blick hat und Ihnen signalisiert, wenn die Prüfung sich ihrem Ende zuneigt. Es bringt dann nichts mehr, alle möglichen Einfälle und Ideen als Eilpakete bei ihm abzuliefern. Vielleicht möchte er jetzt von Ihnen ein Resümee hören oder eine Schlussfrage stellen.
aus: beat it! -
Erfolgreich bewerben
E-Mail-Bewerbung: Welche Besonderheiten sind zu beachten?
Viele Firmen überlassen es den Bewerberinnen und Bewerbern, ob sie ihre Unterlagen per Post oder per E-Mail zuschicken möchten. Generell empfehlen wir den Versand von Bewerbungen per Post, weil eine gut aufgemachte Mappe unserer Erfahrung nach überzeugender wirkt als eine E-Mail mit PDF-Anhang. Allerdings kommt es immer häufiger vor, dass Firmen ausdrücklich eine E-Mail-Bewerbung wünschen oder dass Bewerber sich aus Kostengründen bevorzugt per E-Mail präsentieren. In diesen Fällen gilt es, einiges zu beachten.
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Wer ist Ihr Ansprechpartner?
Wenn Sie sich per E-Mail bewerben möchten, sollte sich Ihre E-Mail-Bewerbung nach Möglichkeit an einen persönlichen Ansprechpartner richten. Adressen wie personalabteilung@firma.de oder info@firma.de sind zu allgemein, als dass Ihr Schreiben erfolgreich sein könnte. Womöglich erreicht es niemals den gewünschten Adressaten, weil es mit unerwünschter Werbung, sogenanntem Spam, verwechselt wird. Prüfen Sie lieber, ob in der Stellenanzeige eine personalisierte E-Mail-Adresse wie jochen.wagner@firma.de oder frauke-meier@firma.de angegeben ist. Bei E-Mail-Initiativbewerbungen sollten Sie ebenfalls im Vorfeld recherchieren und klären, an wen persönlich Sie Ihre Unterlagen mailen können.
Präsentieren Sie Ihre Daten anwenderfreundlich
Überfordern Sie Personalverantwortliche nicht, indem Sie viele unterschiedliche Dateien anhängen. Idealerweise fassen Sie Anschreiben, Lebenslauf, Foto und eine eventuelle Leistungsbilanz in einer PDF-Datei zusammen. Ein zweites PDF bilden dann die Scans von Ihren Hochschulzeugnissen, Schulzeugnissen, Praktikumsbestätigungen und Weiterbildungsnachweisen. Das Format hat sich mittlerweile als Standard durchgesetzt und lässt sich mit dem Adobe Reader in fast jeder Firma öffnen.
Auf den Punkt gebracht
In der eigentlichen E-Mail müssen Sie nur wenige Zeilen schreiben. Beispielsweise: Sehr geehrter Herr Wagner, beiliegend übersende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für die ausgeschriebene Stelle Diplom-Ingenieur/Master of Science Elektrotechnik, Kennziffer AB-1234 als PDF-Anhang. Mit freundlichen Grüßen Frauke Schmidt. In der Betreffzeile der E-Mail sollte ebenfalls die Einstiegsposition genannt werden, damit der Adressat sie gleich einordnen kann. Verärgern Sie Personalentscheider nicht mit zu großen Datenmengen. Häufig wird in Stellenanzeigen eine maximale Dateigröße angegeben, falls es keine Vorgaben gibt, sollte Ihre E-Mail-Bewerbung nicht mehr als zwei Megabyte umfassen.
aus: 20 perfekte Bewerbungen für Hochschulabsolventen
